Yamato Oshinaki

 

Geboren: 8. Jänner 1938

Alter zum Handlungs- zeitpunkt:

 78 / 79
Beruf:

Dekan / Universitätsprofessor

Spitzname: Hakase
Haarfarbe: schwarz-grau
Buch:

Die Wüstenpflanze


Allgemeines

Yamato Oshinaki (8. Jänner 1938 in Tokio, Japan) ist Dekan (Gakubu-cho) der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio. Er ist als Wissenschaftler weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und geachtet. In seiner Heimat gilt er als hohe Respektsperson.

Er ist Mentor des Erfindergenies Akira Takeishi, den er einst unterrichtet hat und ihm anschließend eine Anstellung an der Universität ermöglicht hat.



Handlung

Yamato Oshinaki wurde am 8. Jänner 1938 in Tokio geboren, wo
er auch aufwuchs.

In seiner Jugend hat er eine sehr intensive Ausbildung genossen. Unter anderem hat er vier Fremdsprachen erlernt: Chinesisch, Russisch, Englisch und Deutsch.

Im Jahr 1968 hat er ein Semester lang in Westberlin unterrichtet. Zu dieser Zeit hat er mit dem deutschen Wissenschaftler und Universitätsprofessor Maximilian Westhausen Freundschaft geschlossen.

Seinem Beruf als Universitätsdozent ist Yamato Oshinaki im Lauf der folgenden Jahrzehnte immer treu geblieben. Zwar ist er zum Dekan befördert worden, hat von da an aber keinen weiteren beruflichen Aufstieg mehr angestrebt, da er sich im universitären Bereich sehr wohl fühlt.

Er war häufig auf Reisen, um Konferenzen auf der ganzen Welt beizuwohnen. Auch privat liebt er das Reisen – im Jahr 1980 besuchte er etwa Marokko.

Obwohl er das Pensionsalter längst überschritten hat, hat er sich dennoch nicht in den Ruhestand zurückgezogen. So ist es dazu gekommen, dass er einen Studenten namens Akira Takeishi unterrichtete. Von den brillanten Fähigkeiten des jungen Mannes war er derart angetan, dass er ihm eine Stelle an der Universität anbot. Zwar konnte er ihm vorerst nur einen Job als Laborassistent anbieten – im Zuge dessen konnte er Akira jedoch ermöglichen, dass er an der Universität an seinem eigenen, äußerst ambitionierten Forschungsprojekt arbeiten konnte.

Als Akira Takeishi im Frühjahr 2016 sein Forschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen hatte, stand Yamato Oshinaki ihm mit Rat und Tat zur Seite. Er half ihm bei der Patentanmeldung und kümmerte sich außerdem um die Kontakte zu Presse und Politik.



*Achtung Spoiler*

Nachdem Akira einem (durch die OEAG verübten) Bombenanschlag nur knapp entgeht, nutzt Yamato Oshinaki seine Kontakte in die Politik um eine sichere Unterbringung des jungen Erfindergenies zu erreichen.

Während Akira und Amy in Sicherheit gebracht worden sind, bleibt er selbst in der Öffentlichkeit, obwohl er insgeheim wohl weiß, dass auch ihm Gefahr droht.

Yamato Oshinakis intensivem Einsatz ist es zu verdanken, dass Akira und Amy nicht durch einen Komplott des Bildungsministers in Haft geraten sind. Zuvor hatte Akira auf einer Pressekonferenz die Beherrschung verloren, wodurch der Bildungsminister sich nun mit einem öffentlichen Gesichtsverlust konfrontiert sah.

Nachdem Yamato Oshinaki kürzlich wieder Kontakt zu seinem Freund Maximilian Westhausen aufgenommen hat, interessiert sich dieser so sehr für Akiras Arbeit, dass er  – trotz seiner Gebrechlichkeit – nach Japan reist um Akira zu treffen.

Das Vertrauen seinem alten Freund gegenüber wird ihm zum Verhängnis: Westhausen arbeitet für die OEAG und das Treffen ist eine Falle für Akira. Yamato Oshinaki, der ebenfalls entführt wird, soll noch auf der Fahrt ermordet werden. Es gelingt ihm jedoch Bernd Wolf anzugreifen und Akira dadurch die Flucht zu ermöglichen. Während er es schafft den deutschen Manager in Schach zu halten, wird er von einem dessen Bodyguards angeschossen. In weiterer Folge kann sich Bernd Wolf befreien und schießt auf den Dekan: Drei weitere Kugeln durchschlagen Yamato Oshinakis Oberkörper, woraufhin er zusammenbricht. Sein Körper wird von den Bodyguards einen Abhang hinab geworfen.

Neun Tage später, als Akira sich aus den Fängen der OEAG befreit hat, erhält dieser im Krankenhaus Besuch von dem tot geglaubten Dekan: Dank seinem starken Lebenswillen, seiner Selbstdisziplin und seinem enormen Wissen, das ihm auch in dieser Lebenslage weitergeholfen hat, ist es Yamato Oshinaki gelungen die Verletzungen zu überleben.

Nachdem er sich von den Verletzungen erholt hat, hat er seinen Beruf als Dekan wieder aufgenommen.

Im Frühjahr 2017 ist er abermals nach Marokko gereist um Akiras Erfindung selbst zu sehen.

Yamato Oshinaki ist nach wie vor bei bester Gesundheit und genießt sein Leben in vollen Zügen.



Persönlichkeit

Yamato Oshinaki ist ein sehr kultivierter, jedoch ausgesprochen positiver und lebenslustiger Mensch.
So ist er keineswegs abgeneigt spontan nach einer Pressekonferenz spät abends die Einladung des Bildungsministers zu einem Cocktailabend anzunehmen. Auch lässt er es sich auf einer Konferenz in San Francisco nicht nehmen, den Nachmittag am Strand zu verbringen.

Trotz seines hohen Alters erfreut sich Yamato Oshinaki einer sehr guten körperlichen Verfassung – ein Umstand den er darauf zurückführt, dass er Freude an seinem Leben hat und sein bewegter Alltag ihn fit hält.

Yamato Oshinaki ist hochintelligent und nicht nur in seinen Fachgebieten überaus kompetent. Obwohl er sich auf Naturwissenschaften spezialisiert hat, spricht er fünf Sprachen fließend. Generell scheint er in sehr vielen Bereichen des Lebens weit überdurchschnittlich gute Kenntnisse zu besitzen.

Yamato Oshinaki verfügt über außerordentliche Selbstdisziplin.

Er gerät nie aus der Ruhe und reagiert stets mit Besonnenheit.

Er ist in seiner Tätigkeit sehr gewissenhaft, übt sie jedoch so aus, dass er selbst Freude daran hat.

Ihm ist das Zwischenmenschliche wichtiger als die strenge Etikette.

Yamato Oshinaki drückt sich sehr gewählt aus und verwendet einen reichhaltigen Wortschatz.

Yamato Oshinaki ist sehr beliebt bei seinen Studenten und pflegt wenn möglich einen eher lockeren Umgang mit ihnen. Von vielen seiner Studierenden wird er im informellen Rahmen mit „Hakase“ angesprochen (anm. Hakase ist das japanische Äquivalent zum Doktortitel). So wird er von Akira Takeishi stets „Hakase“ genannt. Aber auch ehemalige Studenten, wie Hiro Yamamoto, der amtierende japanische Bildungsminister, der vor 40 Jahren von Yamato Oshinaki unterrichtet wurde, nennt den Dekan „Hakase“.



Triviales

Yamato Oshinaki fährt einen 50 Jahre alten Mitsubishi Debonair. Er hat den Debonair damals neu gekauft und das Auto niemals durch ein neueres ersetzt. Von einem Auto als Statussymbol hält Yamato Oshinaki nichts. Jedoch ist sein Wagen – im Gegensatz zum gängigen Professoren-Klischee – in sehr gutem Pflegezustand.

Yamato Oshinaki ist unverheiratet und kinderlos.

Er wohnt in einem Haus in Tokio.

 

Hinter den Kulissen

Yamato Oshinaki sollte ursprünglich ein strenger Vorgesetzter sein, der erst im Verlauf der Handlung „auftauen“ würde. Im Zuge der Charakterentwicklung hat es sich aber ergeben, dass er von Anfang an Förderer und Mentor Akiras sein würde: Yamato Oshinaki verfügt über immense Weisheit und ein bemerkenswertes Maß an innerer Ruhe; diese Qualitäten muss er aus jahrzehntelanger Erfahrung geschöpft haben – ein derart weiser und fast schon übermenschlicher Charakter konnte unmöglich noch kurz zuvor eine strenge Person gewesen sein, die sich nur zu gern gesellschaftlichen Vorstellungen und Zwängen unterwarf.

„Yamato“ bedeutet „große Harmonie“

Yamato Oshinaki wurde im ersten Manuskriptentwurf noch mit „Herr Doktor Oshinaki“ angesprochen. Da der Handlungsort jedoch Japan ist, wurde der Doktortitel gegen das japanische Äquivalent „Hakase“ ersetzt. Allerdings ist diese im deutschen Sprachraum übliche Form der Anrede in Japan ungebräuchlich – die korrekte Anrede für einen Dekan wäre „Gakubu-cho“.
Unter anderem da die richtige Anrede umständlich zu lesen ist, wurde entschieden die Anrede „Hakase“ für Yamato Oshinaki beizubehalten. Letztendlich passt es gut zu seinem Charakter, dass er nicht mit einer Berufsbezeichnung angesprochen wird, sondern mit einer Anrede, die sein Ansehen und seine Weisheit betont. Im Hinblick auf manche Extravaganz von Yamato Oshinaki stört es auch nicht weiter, dass diese Form der Anrede in der Realität äußerst unüblich sein dürfte.

 

Bildquelle: Thomas Sailer