Herr Grenzmann

Geboren: 1960

Alter zum Handlungs-
zeitpunkt:

51
Beruf: Wirt/Koch
Haarfarbe: schwarz
Buch: Der Freizeitpionier


Allgemeines

Herr Grenzmann (ca. 1960 in Illmitz) ist der Vater von Ferdinand Grenzmann.

 

Biografie

Herr Grenzmann kam etwa 1960 als Sohn einer Gastwirtfamilie zur Welt. Er erlebte eine unbeschwerte, jedoch aus sehr einfache Dorf-Kindheit.

Er besuchte die Volkschule in Illmitz und später das Gymnasium in Neusiedl am See. Dort lernte er seine Freundin und spätere Frau kennen, die aus Parndorf stammte.

Nach seiner Pflichtschulausbildung und der Ableistung seines Wehrdienstes begann er im elterlichen Betrieb zu arbeiten, einem damals noch florierenden Wirtshaus in Illmitz.

Schließlich heiratete er seine Verlobte, woraufhin diese zu ihm nach Illmitz zog. Auch sie begann im Betrieb seiner Eltern zu arbeiten. Während Herr Grenzmann in der Küche arbeitete, bediente seine Frau die Gäste.

Im Jahr 1989 brachte seine Frau den gemeinsamen Sohn Ferdinand zur Welt.

Als sich seine Eltern etwa um die Jahrtausendwende zur Ruhe setzen, übernahm er gemeinsam mit seiner Frau die Gastwirtschaft. Diese war mittlerweile ziemlich heruntergekommen, jedoch wollten weder er noch seine Frau einen Kredit aufnehmen um das Gebäude zu sanieren und die Gaststube attraktiver zu gestalten. Stattdessen hofften sie, dass ihnen die Stammkundschaft aus dem Ort bis zu ihrer Pension hin erhalten bleiben würde. Anschließend würden sie das Lokal schließen.

Im Jahr 2009 begann sein Sohn Ferdinand bei der Offsetdruckerei Ducker Druck in Wien zu arbeiten, woraufhin er ihn – obwohl im selben Haushalt beheimatet – nur noch selten zu Gesicht bekam. Das kümmerte ihn allerdings wenig, da er dachte, Ferdinand würde die Arbeit Freude machen und er würde Karriere machen.

 

*Achtung Spoiler*

Im Frühjahr 2011 gerät sein nach strenger Routine ablaufendes Leben etwas aus den Fugen, als sein Sohn bald nach Abschluss seiner Lehre gekündigt wird. Er sorgt sich um dessen Zukunft, wohl wissend, dass der familieneigene Betrieb nur mehr das Nötigste einbringt und er Ferdinand finanziell nicht unterstützen kann.

Allerdings versucht er Ferdinand das vorerst nicht spüren zu lassen. Vorerst zeigt er sich erfreut, dass sein Sohn scheinbar gut mit seiner Kündigung zurechtkommt. Als Ferdinand nach einigen Wochen Besuch von seinem wohlhabenden Schulfreund Jonathan Hofmeister bekommt, sieht Herr Grenzmann das sehr positiv und stellt Johnny gerne einige Tage lang ein Quartier zur Verfügung. Dass dieser Ferdinand auf eine Reise nach Kroatien mitnehmen will, sieht er mit gemischten Gefühlen: Einerseits wäre es ihm lieber, Ferdinand würde die Zeit nutzten um Arbeit zu finden, andererseits gönnt er seinem Sohn den Spaß.

Das ändert sich als Ferdinand und Johnny nach etwa zwei Wochen zurückkehren: Nachdem herauskommt, dass Johnny pleite ist und die beiden mit Motorrollern unterwegs gewesen sind, erkennt Herr Grenzmann, dass sein Sohn eine neue Anstellung bewusst vermeidet. Dafür, dass Ferdinand einen Beruf finden möchte der wirklich zu ihm passt, hat er kein Verständnis: Er erklärt ihm, dass es ihm egal ist ob ein Job „passabel oder nicht“ sei – schließlich ist Ferdinand ein junger Mensch und halte etwas aus.

Die Situation entspannt sich erst als Ferdinand eine Anstellung im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Landau in Zurndorf findet. Herr Grenzmann freut sich für seinen Sohn, da er nicht nur einen neuen Job, sondern mit Marina, der Tochter seines Chefs, auch eine Partnerin gefunden hat.

 

Persönlichkeit

Herr Grenzmann, aufgewachsen als einfacher Dorfjunge, hat zwar eine schöne Kindheit verbracht aber in seinem kleinen Umfeld niemals die Inspiration erfahren um größere Träume zu entwickeln, als irgendwann zu heiraten und den Betrieb seiner Eltern weiterzuführen. Folglich hat er keine großen Ambitionen.

Er arbeitet „weil das halt mal so ist, dass man arbeiten muss“. Sein Leben frustriert ihn nicht, aber er erkennt auch nichts Besonderes darin. Es ist eben wie es ist.

 

*Achtung Spoiler*

Herr Grenzmann ist etwas gelassener als seine Frau und kümmert sich auch weniger darum was andere Leute aus dem Dorf von ihm denken.

Er ist sehr gastfreundlich, vielleicht auch da er in einer Gastwirtschaft aufgewachsen ist.

 

Triviales

Er und seine Frau sind sehr sparsam. Sie betreiben ihre Gastwirtschaft und halten das eigene Haus notdürftig in Schuss. Sie verreisen niemals und leisten sich nicht einmal ein eigenes Auto. Etwa einmal pro Woche fahren sie mit dem Bus nach Neusiedl am See zum Einkaufen.

Seine Freizeit verbringt er meist mit Arbeiten im Haus, Zeitung lesen, Sportsendungen ansehen oder damit, mit Freunden aus dem Dorf die er noch aus der Schulzeit kennt ein paar Bier oder Wein zu trinken.

Herr Grenzmann hat von seinen Eltern zwei Immobilien im Ort bekommen: Sein Wohnhaus und die Gastwirtschaft, die jedoch stark sanierungsbedürftig ist.

Die gegenwärtige Situation seiner Eltern wird im Handlungsverlauf nicht erwähnt, allerdings muss das nicht bedeuten, dass sie nicht mehr am Leben sind. Es kann sein, dass sie nach ihrer Pensionierung ihrem Sohn, ihrer Schwiegertochter und ihrem Enkelsohn das alte Haus überlassen haben und selbst eine pflegeleichte Wohnung bezogen haben oder aber in einem Altersheim wohnen.
Dass kein einziges Mal beschrieben ist, dass Ferdinand nach seiner Kündigung seine Großeltern besucht, legt zwar nahe, dass diese nicht mehr am Leben sind, wobei es das nicht zwingend bedeuten muss: Es kann auch sein, dass er mit ihnen vorerst nicht über die Kündigung sprechen wollte und deshalb während des sehr genau beschriebenen Abschnitts direkt nach der Kündigung von einem Besuch abgesehen hat. Möglich – und sogar sehr wahrscheinlich – ist auch, dass Ferdinand seine Großeltern schon lange nicht mehr gesehen hat, da er es während der Zeit bei Ducker Druck immer seltener geschafft hat sie zu besuchen und schließlich ganz damit aufgehört hat. Insofern ist es gut möglich, dass Ferdinand erst nach einigen Wochen auf die Idee gekommen ist, dass er seinen Großeltern einmal wieder einen Besuch abstatten könnte.