Horst Mitterndorfer

 

Geboren: 1973

Alter zum Handlungs-
zeitpunkt:

45/46
Beruf: Politiker
Haarfarbe: -
Buch: Die Aktivistin


Allgemeines

Horst Mitterndorfer (1973 in Wien) ist der österreichische EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung.

 

Biografie

Horst Mitterndorfer wurde 1973 in Wien geboren. Nach Abschluss seiner Gymnasialausbildung begann er ein Studium, das er auch abschloss.

Noch in seiner Jugend fing er an sich politisch zu engagieren. Dies tat er allerdings weniger, da er sich wirklich für die Politik interessierte, sondern weil es ihm so gelang Anschluss an Gleichaltrige zu finden. Es gefiel ihm, mit anderen Burschen während diverser Zusammenkünfte Alkohol zu trinken und sich wegen seines Engagements wichtiger zu fühlen als „normale Menschen“.

Durch sein politisches Engagement fand er nach seinem Studienabschluss Anstellung in einer parteilich organisierten Institution und stieg fortan als Politiker auf.

Im Jahr 2018 bekleidet er schließlich das hohe Amt des österreichischen EU-Kommissars.

 

*Achtung Spoiler*

Als die EU im Herbst 2018 die Abschaffung von Bargeld im gesamten Euroraum beschließt, ist Horst Mitterndorfer als Kommissar für Wirtschaft und Währung stark involviert in diese Neuerung, die in Wahrheit nur wesentlich mehr Kontrolle und deutlich höhere Steuereinnahmen bringen soll.

Er lässt sich von seinen Leuten über nennenswerte Reaktionen auf die geplante Währungsreform informieren – so etwa über brisante, kritische Zeitungsartikel. Auf diese Weise erfährt er auch bald von der Aktivistin Johanna Perl, die mit ihrem Protest gegen die Währungsreform zusehends das Interesse der Öffentlichkeit erregt. Im Dezember 2018 erteilt er seinen Leuten den Auftrag ihre Aktivitäten zu überwachen und sie umgehend zu belangen, sobald sie einen juristischen Fehler begeht. Damit kümmert er sich vorerst nicht weiter um die Aktivistin und verbringt die Weihnachtsfeiertage unbeschwert mit seiner Familie auf den Bahamas.

Anfang Januar wird er allerdings zu Ruben van Plaag, dem Präsidenten der Europäischen Kommission zitiert. Dieser erklärt ihm, dass die Lage ernst ist und er sich persönlich um Johanna Perl kümmern muss. Das Ziel lautet Johanna auf die eigene Seite zu ziehen und damit dem eigentlichen Initiator des Widerstandsnetzwerks, dem slowakischen Professor Dr. Kaspar Petržalkov, die Galionsfigur zu rauben.

Mitterndorfer reist daraufhin nach Wien und lädt Johanna zu einem persönlichen Gespräch ein. Bei dem Treffen versucht der EU-Kommissar erst sie davon zu überzeugen, dass die Währungsreform im Interesse der Allgemeinheit ist und, als sie sich nicht umstimmen lässt, stellt er ihr einen Job im Ministerium in Aussicht, für den sie sich jedoch angepasster verhalten müsste, also die Widerstandsbewegung aufgeben. Johanna lehnt sein Angebot ab.

Nachdem ihr Widerstand gegen die Währungsreform stetig mehr Erfolg hat, versucht er Johanna loszuwerden: Er kontaktiert einen alten Freund, den Staatsanwalt Julian Neubauer. Diesen bittet er darum, Johanna unter einem Vorwand verhaften zu lassen, damit sie von der Bildfläche verschwindet und zudem ihre Glaubwürdigkeit verliert. Der Staatsanwalt willigt ein, als Mitterndorfer ihm dabei als Gegenleistung eine Versetzung an den Europäischen Gerichtshof in Aussicht stellt.

Zwar schlägt ein erster Versuch, sie wegen illegaler Musikdownloads festzunehmen, fehl, allerdings gelingt es wenig später einen Verdacht auf nationalsozialistische Wiederbetätigung zu konstruieren, woraufhin sie verhaftet wird.

Horst Mitterndorfer ist zufrieden, betrachtet seine Aufgabe als erledigt und kehrt nach Brüssel zurück. Er gerät allerdings massiv unter Druck, da die Öffentlichkeit den wahren Grund für Johannas Verhaftung durchschaut und es europaweit zu Ausschreitungen kommt.

Nachdem Johanna freigelassen wird, befürchtet Horst Mitterndorfer, dass er sein Amt verlieren könnte. Schließlich erklärt ihm Ruben van Plaag, dass ein Rücktritt seinerseits kurz andiskutiert worden ist, man sich allerdings dagegen entschieden hat – es würde viel zu sehr nach einem Schuldeingeständnis aussehen. Davon abgesehen sei die Währungsreform keineswegs gescheitert – man habe von Anfang an damit gerechnet, dass es Unruhen geben wird und sich die Einführung damit verzögert.

Als Horst Mitterndorfer das erfährt – einen derart wesentlichen Punkt, von dem er bis dahin keine Ahnung gehabt hat – erkennt er, dass er eigentlich nur eine Marionette ist. Allerdings nimmt er diese Einsicht kommentarlos hin und fühlt sich erleichtert, dass sein komfortables Leben vorerst so weiterläuft wie er es gewohnt ist.

  

Persönlichkeit

*Achtung Spoiler*

Horst Mitterndorfer tut gerne wichtig, hat aber eigentlich wenig Interesse daran wirklich zu arbeiten. Wenn er sich einmal tatsächlich selbst um etwas kümmern muss, das er nicht restlos an seine Assistenten delegieren kann, fühlt er sich schnell genervt.

Er ist ausgesprochen unsympathisch.

Horst Mitterndorfer wirkt in vielen Situationen recht planlos und ungeschickt. Nur durch umfangreiches Coaching gelingt es, ihn nach außen hin als einen kompetenten Politiker darzustellen. Tatsächlich wird ihm meist von anderen gesagt wie er sich verhalten und wie er reagieren soll. Dass er eigentlich nur eine Marionette ist, bemerkt er selbst erst sehr spät.

 

Persönlichkeit

*Achtung Spoiler*

Horst Mitterndorfer ist von mittlerer Körpergröße. Er hat eine Glatze.

Er hat Frau und Kinder.

Horst Mitterndorfer ist Alkoholiker. Er trinkt hochprozentige Getränke, vorzugsweise teuren Whiskey, in großen Mengen. Außerdem ist er ein starker Raucher.

Er denkt, dass er sich seine Position erarbeitet und verdient hätte. Tatsächlich bekleidet er sein Amt nur deshalb, weil andere ihn in dieser Position haben wollten, da sie früh erkannt haben, dass er leicht manipulierbar ist, keine gefestigten Wertvorstellungen hat und ganz sicher kein Ehrenmann ist.
Diese Eigenschaften, die ihn zu einer wunderbaren Marionette machen, sind der eigentliche Grund dafür weshalb er politisch aufsteigen konnte.

 

Hinter den Kulissen

Der Nachname Mitterndorfer ist eine Anspielung auf die Mitterndorfer Senke, genauer gesagt auf den Umweltskandal rund um die Fischer-Deponie.